Masturbationssucht

Vorab: Masturbation ist ein natürliches und völlig gesundes Verhalten. Es baut Stress ab, hebt die Stimmung, lässt besser schlafen, kann Prostataerkrankungen vorbeugen und macht glücklich.

Glücksgefühle wollen immer wieder erlebt werden

Und da ist das Problem, unser Hirn mag es, kurzfristig Glückshormone  (Oxytozin, Endorphine und Dopamin) auszuschütten.  Besonders der Neurotransmitter Dopamin löst ein Gefühl von Freude und Belohnung aus, den Glücks-Kick bei jedem Orgasmus. Und das gilt es natürlich so oft wie möglich zu wiederholen, dadurch entsteht jedoch ein Gewöhnungseffekt und es braucht immer häufigere Impulse um den Glücks-Kick zu erreichen.  Vor diesem Hintergrund ist es möglich, dass jeder Mensch in eine Suchtproblematik schlittern kann.

Werte Dich dafür nicht ab.

Hinweise auf Suchtverhalten

-Wenn Du einen Kontrollverlust spürst,

-dich in riskante (nicht sozialverträgliche)  Situationen bringst,

-ständig über dein Masturbationsverhalten nachdenkst

-Scham empfindest,

-Wenn Du feststellst, dass Du deine Häufigkeit weiter steigerst,

-falls du Pornos nutzt, diese immer stärkere Reize bieten müssen,

-du dich in selbstschädliche Situationen bringst,

solltest Du dir Unterstützung durch einen Sexualberater/Sexualtherapeuten suchen.

Was Du selbst tun kannst:

Beobachte deinen Alltag sehr genau.

-An welchen Orten, zu welchen Zeiten masturbierst du?

-Welche Situationen begünstigen es?

-Wie masturbierst Du, hat es sich im Laufe der Zeit geändert?

-Wie war der gesamte Tag?

-Gab es besondere Stresssituationen?

-Bist du vorrangig sexuell motiviert oder geht es um Stressabbau und Ablenkung?

-Bist du häufig alleine und gelangweilt?

-Wie zufrieden bist du mit der Paarsexualität?

Sieh dir die Situationen ganz genau an und überleg wie du kleine Veränderungen in allen Lebensbereichen schaffen kannst.

z.B. mehr Sport treiben, um Körperenergie abzubauen,

Entspannungstechniken lernen, um gelassener zu werden,

ein neues Interesse/Hobby finden, um andere Leute kennen zu lernen

Dadurch kommst du wieder in eine Selbstwirksamkeit und zu einer optimistischen Haltung.

Aus einer Sucht herauszukommen ist immer ein ganzheitlicher Prozess. Deshalb ist es wichtig, nicht einfach nur die Reduzierung der Häufigkeit in den Blick zu nehmen, sondern insgesamt für eine positivere Lebensführung zu sorgen. Es ist ein langfristiger Prozess, lass dich nicht entmutigen von kleineren Rückschlägen und

feiere auch kleine Erfolge der Veränderung.´´

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert